Die Basis-Rente, bzw Rürup-Rente genannt, gilt als diejenige staatlich geförderte Rahmen für die Altersvorsorge, der insbesondere für Besserverdienende und Selbstständige interessant ist. Der maximale Beitrag der gefördert wird ist deutlich höher als bei der Riester-Rente. Zudem werden Personen unabhängig davon gefördert, ob sie in der Rentenversicherung pflichtversichert sind.

Folgende Punkte sind für die Rürup-Rente grundsätzlich relevant

  • Die Steuerrückerstattung in der Ansparphase
  • Keine (notwendige) Beitragsgarantie in der Ansparphase

Vertragsformen

Grundsätzlich kann die Rürup-Rente zwei verschiedene Formen annehmen:


Ansparphase


Steuerrückerstattung

Hier wird es wieder etwas komplizierter. Seit 2015 ist maximal geförderte Betrag für Altersvorsorgeaufwendungen an den Höchstbeitrag zur knappschaftlichen Rentenversicherung gekoppelt. Dieser ergibt sich aus dem Beitragssatz und der Beitragsbemessungsgrenze die jährlich festgesetzt werden.
Unabhängig davon können die Beiträge zu einer Rürup-Rente bis 2024 nur anteilig angerechnet werden. 2019 liegt dieser Anteil bei 88 %. Er steigt jährlich um 2% bis er 2025 100 % betragen wird.
Die nachfolgende Tabelle enthält die Information ab 2015 für Ledige. Ehepaare können gemeinsam den doppelten Maximalbetrag absetzen:

Steuerjahr2015201620172018201920202021202220232024ab 2025
Beitragsbemessungsgrenze89.400 €91.800 €94.200 €96.000 €98.400 €
Beitragssatz24,8 %24,8 %24,8 %24,7 %24,7 %
Höchstbetrag22.172 €22.766 €23.362 €23.712 €
Anteil80 %82 %84 %86 % 88 %90 %92 %94 %96 %98 %100 %

Da Personen die in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen – Angestellte über den Arbeitgeber UND den Arbeitnehmeranteil in gesetzliche RV – muss man dies allerdings von von dem maximal geförderten Betrag für Altersvorsorgeaufwendungen abziehen, um auszurechnen, welchen absetzbaren Maximalbeitrag man in die Rürup-Rente einzahlen kann.


Keine (notwendige) Beitragsgarantie

Auch wenn die Beitragsgarantie möglicherweise gewünscht ist, so stellt sie oft für fondsbasierte Ansätze ein Hinkebein dar. Beide Vertragsformen erfordern können eine Beitragsgarantie beinhalten. Das Problem im Fall der fondsbasierten Versicherungen ist aber, dass das gleichzeitig heißt, dass nicht gesamte Spaanrteil des Beitrags in die gewünschten Fonds gesteckt werden kann -vmtl. ETFs – sondern Richtung Rentenphase mehr und mehr in sichere Anlagen umgeschichtet werden muss. Und das passiert eher früher als später, weil die Versicherung verständlicherweise kein Risiko eingehen möchte. Das heißt letztlich, dass die Renditen sinken und die laufenden Kosten steigen. Hier wären also womöglich tatsächlich Produkte möglich, die ohne Beitragsgarantie komplett in die gewünschten ETFs investieren. Davon gibt es allerdings nicht viele.


Rentenphase

In der Rentenphase funktioniert die Rürup-Rente etwas anders als die Riester-Rente. Bei der Rürup-Rente entspricht die Besteuerung in der Rentenphase der der gesetzlichen Rentenversicherung. Der besteuerte Anteil lag 2005 bei 50% und steigt jährlich um 2% bis er 2040 100% beträgt. 2019 liegt der besteuerte Anteil bei 78%. Bei Rüruprente besteht zudem kein Kapitalwahlrecht. Zudem ist für Rürup-Verträge die Beitragsgarantie nicht verpflichtend.


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